Iscriviti ora alla nostra newsletter periodica e assicurati uno sconto di € 10,00* o del 15% sul prezzo di listino**.
xspo-logo
Torna alla panoramica

Revoshock (Atomic)

Revoshock ist eine von Atomic entwickelte Technologie zur Beeinflussung von Schlägen, Vibrationen und dem Schwingungsverhalten eines Skis. Das System wird vor allem in sportlichen Pisten- und Rennski eingesetzt und soll den Schneekontakt, die Laufruhe und das kontrollierte Fahrverhalten auf harter oder unruhiger Piste unterstützen.

Je nach Modell kommt Revoshock in unterschiedlichen Ausführungen zum Einsatz. Besonders bekannt sind Revoshock S und Revoshock C. Aufbau, Position und Abstimmung können sich zwischen Skimodellen und Modellgenerationen unterscheiden.

➡ Revoshock ist ein passives mechanisches System zur Stabilisierung und Schwingungsbeeinflussung – kein Antrieb, der zusätzliche Energie erzeugt.

Was ist Revoshock?

Beim Skifahren führen Bodenwellen, harte Schneeverhältnisse und wechselnder Kantendruck dazu, dass sich der Ski biegt und schwingt. Stärkere Vibrationen können den Kontakt zwischen Kante und Schnee beeinträchtigen und das Fahrverhalten unruhiger machen.

Revoshock soll diese Bewegungen gezielt beeinflussen. Bei Revoshock S verwendet Atomic mehrere Federstahlmodule, die in ein dynamisches Elastomer eingebettet sind. Diese Bauteile befinden sich im vorderen Bereich des Skis und reagieren auf Schläge sowie auf das sogenannte Ski-Chattering, also schnelle Schwingungen des Skis auf hartem Untergrund.

Das System ist dabei nur ein Bestandteil der gesamten Skikonstruktion. Holz- oder Verbundkern, Titanal-Lagen, Glasfasern, Seitenwangen, Flex, Vorspannung und Skigeometrie beeinflussen das Fahrverhalten ebenfalls.

➡ Aus der Bezeichnung Revoshock allein lässt sich nicht ableiten, wie hart, laufruhig oder sportlich ein Ski tatsächlich fährt.

Wie funktioniert Revoshock?

Revoshock arbeitet mechanisch und benötigt weder Elektronik noch eine externe Energiequelle. Bei Revoshock S reagieren Federstahlmodule und Elastomer auf Verformungen und Schwingungen im vorderen Bereich des Skis.

Der Ablauf lässt sich vereinfacht in zwei Bereiche unterteilen:

Schwingungs- und Stoßbeeinflussung

Trifft der Ski auf Unebenheiten, werden Schaufel und Vorderbereich kurzzeitig belastet und verformt. Die Kombination aus Federstahlmodulen und Elastomer soll einen Teil dieser Bewegungen aufnehmen beziehungsweise kontrollieren. Dadurch kann sich der Ski auf unruhiger oder harter Piste stabiler anfühlen.

Elastische Rückstellung

Nach der Belastung bewegen sich die elastisch verformten Bauteile wieder in Richtung ihrer Ausgangsposition. Atomic bezeichnet diesen Effekt als Rebound und beschreibt ein reaktionsfreudiges Herausfahren aus der Kurve.

Dabei wird keine zusätzliche Energie erzeugt. Das System kann lediglich beeinflussen, wie vorhandene Verformungs- und Schwingungsenergie aufgenommen, gedämpft und wieder abgegeben wird. Wie deutlich dieser Effekt spürbar ist, hängt vom gesamten Ski, der Belastung und der Fahrtechnik ab.

➡ Revoshock kann die Rückstellung und das Schwingungsverhalten beeinflussen, ersetzt aber weder saubere Fahrtechnik noch einen passend gewählten Ski.

Welche Auswirkungen kann Revoshock auf das Fahrverhalten haben?

Atomic verbindet Revoshock vor allem mit Stabilität, kontrolliertem Schneekontakt und einem dynamischen Fahrgefühl. In der Praxis können sich je nach Ski und Fahrer folgende Tendenzen ergeben:

  • ruhigeres Fahrverhalten auf harter oder unruhiger Piste
  • weniger stark wahrnehmbares Flattern der Skischaufel
  • stabilerer Kontakt zwischen Ski und Schnee
  • kontrollierteres Verhalten bei höherem Tempo
  • spürbare elastische Rückstellung beim Kurvenwechsel

Diese Eigenschaften entstehen jedoch nicht ausschließlich durch Revoshock. Ein Ski mit Revoshock kann je nach Flex, Radius, Länge und Materialaufbau sehr anspruchsvoll oder vergleichsweise zugänglich abgestimmt sein.

Auch eine geringere Ermüdung kann nicht allgemein garantiert werden. Ein ruhiger Ski kann sich bei passenden Bedingungen weniger anstrengend fahren, ein sehr steifes oder sportliches Modell kann aber weiterhin viel Kraft und eine aktive Fahrweise verlangen.

Was ist der Unterschied zwischen Revoshock S und Revoshock C?

Revoshock S und Revoshock C verfolgen beide das Ziel, Vibrationen und unruhige Skibewegungen zu beeinflussen. Sie dürfen jedoch nicht als identische Systeme mit lediglich unterschiedlicher Härte betrachtet werden.

Revoshock SFederstahlmodule in dynamischem Elastomer zur Aufnahme von Schlägen und Schwingungen sowie für eine elastische Rückstellungsportliche Pisten-, Redster- und rennorientierte Modelle
Revoshock Csoll Vibrationen und Ski-Chattering absorbieren beziehungsweise ableiten und ein ruhiges, stabiles sowie reaktionsfreudiges Fahrverhalten unterstützenausgewählte sportliche und vielseitige Pistenmodelle

Die genaue Konstruktion von Revoshock C kann von Modell und Produktgeneration abhängen. Das „C“ sollte deshalb nicht automatisch als Nachweis für bestimmte Carbonmodule interpretiert werden, sofern der Hersteller dies beim konkreten Ski nicht ausdrücklich angibt.

Revoshock S ist typischerweise stärker auf eine dynamische und rennsportnahe Abstimmung ausgerichtet. Revoshock C wird bei ausgewählten Modellen eingesetzt, bei denen Atomic vor allem Laufruhe, Stabilität und ein kontrolliertes Wechseln von Kante zu Kante hervorhebt.

➡ Für die Auswahl ist nicht nur die Revoshock-Variante wichtig, sondern der gesamte Aufbau des konkreten Skis.

In welchen Ski wird Revoshock eingesetzt?

Revoshock kommt vor allem in Pisten- und Race-orientierten Ski von Atomic zum Einsatz. Revoshock S findet sich insbesondere bei sportlichen Modellen der Redster-Serie. Revoshock C wird unter anderem bei ausgewählten Cloud- und weiteren Pistenmodellen verwendet.

Das System ist hauptsächlich für Bedingungen interessant, bei denen Kantengriff, Laufruhe und Stabilität eine wichtige Rolle spielen:

  • harte oder eisige Pisten
  • unruhige und zerfahrene präparierte Abfahrten
  • höhere Geschwindigkeiten
  • sportliches Carven
  • Renn- und rennsportnahes Fahren

Im Tiefschnee ist Revoshock nicht automatisch wirkungslos. Dort werden Schläge und Schwingungen jedoch anders übertragen als auf harter Piste. Für den Auftrieb und die Drehfreudigkeit im weichen Schnee sind vor allem Skibreite, Fläche, Rocker, Taper, Flex und Gewichtsverteilung entscheidend.

Revoshock im Vergleich zu klassischen Dämpfungselementen

Viele Ski verwenden Materialien und Konstruktionen, die das Schwingungsverhalten beeinflussen. Dazu gehören unter anderem:

  • Holzkerne mit unterschiedlicher Dichte
  • Elastomer- und Gummielemente
  • Titanal- oder andere Metalllagen
  • Glasfaser- und Carbonlagen
  • zusätzliche Massen oder Dämpfungsmodule

Revoshock unterscheidet sich dadurch, dass separate Module gezielt im vorderen Skibereich platziert werden. Das System arbeitet jedoch weiterhin zusammen mit dem restlichen Schichtaufbau und kann nicht isoliert betrachtet werden.

Eine Bezeichnung wie „mit Revoshock“ bedeutet deshalb nicht automatisch, dass der Ski stärker gedämpft oder besser ist als jedes Modell ohne diese Technologie.

Doubledeck und Servotec als frühere Atomic-Technologien

Vor Revoshock verwendete Atomic bei sportlichen Pisten- und Redster-Ski unter anderem die Bezeichnungen Doubledeck und Servotec. Dabei handelte es sich um herstellerspezifische Technologien, die Flex, Stabilität und Fahrverhalten beeinflussen sollten.

Doubledeck

Doubledeck bezeichnete eine mehrteilige Konstruktion mit einem zusätzlichen oberen Bauteil beziehungsweise Deck. Je nach Modellgeneration sollte dieses System unter anderem den Flex und die Kraftübertragung beeinflussen.

Aufbau und Funktionsweise unterschieden sich zwischen den verschiedenen Doubledeck-Ausführungen. Deshalb sollte die Bezeichnung nicht als eine einzige, bei allen Modellen identische Konstruktion verstanden werden.

Servotec

Servotec war ein bei früheren Redster-Modellen eingesetztes System mit einem vorgespannten Bauteil im oberen Bereich des Skis. Atomic beschrieb es als Unterstützung für eine leichtere Schwungeinleitung bei geringerem Tempo und mehr Stabilität bei höherer Geschwindigkeit.

Revoshock ist kein einfacher Nachbau dieser Systeme. Es handelt sich um ein eigenes mechanisches Konzept, das vor allem Schläge, Schwingungen und die elastische Rückstellung im vorderen Skibereich beeinflussen soll.

Für wen eignet sich ein Ski mit Revoshock?

Ein Ski mit Revoshock kann für Fahrer interessant sein, die überwiegend auf präparierten Pisten unterwegs sind und Wert auf Stabilität, Kantengriff sowie ein sportliches Fahrgefühl legen.

Besonders sinnvoll kann die Technologie sein für:

  • sportliche Pistenfahrer
  • Carving-orientierte Fahrer
  • Fahrer, die häufig auf hartem Schnee unterwegs sind
  • Rennfahrer und rennsportorientierte Skifahrer
  • Fahrer, die einen ruhigen Ski bei höherem Tempo suchen

Für Einsteiger ist nicht die Revoshock-Technologie entscheidend, sondern ob Länge, Flex, Radius und gesamte Abstimmung des Skis zum Fahrkönnen passen. Ein sportlicher Redster mit Revoshock S kann trotz seiner stabilisierenden Elemente anspruchsvoll sein.

➡ Revoshock macht einen Ski nicht automatisch leichter zu fahren. Die Grundabstimmung des Modells bleibt entscheidend.

Häufige Missverständnisse

  • „Revoshock erzeugt zusätzliche Energie.“ Nein. Das passive System kann nur beeinflussen, wie vorhandene Verformungs- und Schwingungsenergie aufgenommen und wieder abgegeben wird.
  • „Revoshock ist ein elektronisches System.“ Nein. Es arbeitet mechanisch und benötigt keine Stromversorgung.
  • „Revoshock C besteht immer aus Carbonmodulen.“ Das lässt sich nicht allgemein aus der Bezeichnung ableiten. Maßgeblich sind die technischen Angaben des konkreten Modells.
  • „Jeder Ski mit Revoshock fährt gleich.“ Nein. Flex, Kern, Metalllagen, Radius, Länge und weitere Bauteile unterscheiden sich deutlich.
  • „Revoshock verhindert sämtliche Vibrationen.“ Nein. Das System soll bestimmte Schwingungen reduzieren beziehungsweise kontrollieren, kann sie aber nicht vollständig beseitigen.

FAQ

Was ist Revoshock?

Revoshock ist eine passive mechanische Technologie von Atomic, die Schläge, Vibrationen und die elastische Rückstellung eines Skis beeinflussen soll.

Wie funktioniert Revoshock S?

Revoshock S verwendet mehrere Federstahlmodule, die in dynamischem Elastomer eingebettet sind. Sie sollen Schläge und Ski-Chattering aufnehmen sowie eine kontrollierte elastische Rückstellung unterstützen.

Was ist der Unterschied zwischen Revoshock S und C?

Revoshock S ist typischerweise stärker auf sportliche und rennorientierte Modelle ausgerichtet und verwendet laut Atomic Federstahlmodule in Elastomer. Revoshock C wird bei ausgewählten Pistenmodellen eingesetzt und soll vor allem Vibrationen reduzieren sowie Stabilität und Reaktionsfreude unterstützen.

Erzeugt Revoshock zusätzliche Beschleunigung?

Nein. Das System erzeugt keine zusätzliche Energie. Atomic beschreibt eine elastische Rückstellung, die sich beim Kurvenwechsel dynamisch anfühlen kann.

Funktioniert Revoshock auch im Tiefschnee?

Das System kann auch dort das Schwingungsverhalten beeinflussen. Es ist jedoch vor allem auf sportliches Fahren auf präparierten Pisten ausgerichtet. Im Tiefschnee sind Skibreite, Rocker, Fläche und Flex meist wichtiger.

Ist ein Ski mit Revoshock automatisch besser?

Nein. Ob ein Ski geeignet ist, hängt von Fahrkönnen, Einsatzbereich, Länge, Flex, Radius und gesamter Konstruktion ab.

Infobox